Challenges, Jury & Bewertungskriterien

Zur Vorbereitung auf den iHack.Ruhr Hackathon sind an dieser Stelle alle Challenges der Partner für euch bereitgestellt. Vor Ort werden diese nochmals kurz präsentiert und ein Experte zur jeweiligen Challenge wird euch zur Seite stehen. Die Bewertungskriterien der Jury findet ihr hier ebenfalls, damit ihr wisst, worauf es bei der Bewertung ankommt.


innogy Challenge

Problemstellung

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutsche Straßen zu bringen. Um dieses Ziel zu erreichen, vergibt sie Förderungen in Milliardenhöhe. Von diesem Zuschuss profitieren nicht nur Unternehmen, sondern auch private Haushalte. So wurden beispielsweise Anreize in Form von Kaufprämien für die Bevölkerung geschaffen. Gerade deshalb birgt der Markt der privaten Haushalte ein enormes Potenzial. Doch wo genau befindet sich dieses Potenzial?

innogy als Netzbetreiber ist daran interessiert, Kommunen zu identifizieren, in denen zukünftig viele Elektrofahrzeuge an die Steckdose wollen, um so den effizienten Aufbau einer Ladeinfrastruktur zu ermöglichen sowie die entsprechende Netzauslastung vorherzusagen.

Eure Herausforderung

Ziel der Challenge ist es, einen Prototyp zu entwickeln, welcher möglichst einfach und doch detailliert aufzeigt, wo wie viel Potenzial bezüglich Elektromobilität an einem Ort vorhanden ist. Dies könnt ihr auf beliebige Art und Weise bewerkstelligen. Denkbar wäre zum Beispiel eine Deutschlandkarte, welche anhand eines Rasters die Gebiete mit ihren dazugehörigen Potenzialen aufzeigt.

Folgende Dinge solltet ihr beachten:

  • Identifiziert Bevölkerungsgruppen mit hohem Potenzial bzgl. Elektromobilität
  • Entwickelt einen Algorithmus, der diese Potenziale auf Gemeindeebene berechnet (mithilfe des Zensus-Datensatzes 2011)
  • Visualisierung der Potenziale für Elektromobilität auf Gemeindeebene für Deutschland auf Basis amtlicher Gemeindekennziffern (mithilfe der Georeferenzierungen vom deutschen Geodatenzentrum)

Euer Arbeitsmaterial:

 

 

 

ista Challenge

Problemstellung

ista gehört zu den größten Dienstleistern der Welt im Bereich Messen und Abrechnen von Energie. Allein in Deutschland betreuen wir über 5 Millionen Nutzeinheiten und ein Vielfaches an Heizkostenverteilern, die mittlerweile per Funk ihre Daten an unsere IT Systeme schicken, um eine bedarfsgerechte Abrechnung zu ermöglichen. All diese Schritte verlaufen bei der ista IT-gestützt und großteils automatisch. So sparen unsere Kunden aufwendige Ablesungen und schonen durch Feedback zu ihrem individuellen Heizkostenverbrauch auch die Ressourcen unseres Planeten.

Eure Herausforderung

Der einzige Arbeitsschritt, der dabei noch nicht von unseren digitalen Fortschritten optimiert wurde, ist die Identifikation der Heizkörper, die zwingend nötig ist, um die ankommenden Daten später korrekt verarbeiten zu können. Dabei ist die Auswahl aus mehreren 100.000 Modellen mitunter sehr zeitintensiv. Und hier kommt ihr ins Spiel.

Zeigt uns, wie moderne Technologien genutzt werden könnten, um die Identifikation der Heizkörper schnell und korrekt durchzuführen.

Die Schritte, die unsere Dienstleister durchführen, sind dabei:

  • Identifikation der Heizkörper einer Liegenschaft anhand unserer Datenbank
  • Bestimmung der korrekten Montageposition des Heizkostenverteilers anhand der Datenbank
  • Installation des Heizkostenverteilers
  • Erfassung des Heizkörpers und des Heizkostenverteilers in unserem System
  • Erfassung der Seriennummer des installierte Heizkostenverteilers


Ihr erhaltet dabei Zugriff auf:

  • Verschiedene Heizkörper
  • Unsere Erfassungsgeräte
  • Ein Datenset, über welches ihr Informationen über verschiedene Heizkörper auslesen könnt
  • Unterstützung durch jemanden, der sich mit all diesen Dingen auskennt

Ihr dürft alle Technologien nutzen, die euch geeignet erscheinen: Egal ob Smartphones/Tablets, Datenbrillen, Augmented / Virtual Reality, Bilderkennung, eine Kombination von öffentlichen APIs etc. pp.

 

 

Westnetz Challenge

Problemstellung

Tagtäglich werden auf Baustellen im Auftrag der Westnetz GmbH – als größtem deutschen Strom- und Gasverteilernetzbetreiber – die unterschiedlichsten Arbeiten ausgeführt. Eine davon ist das Verlegen von Rohren und Kabeln für den Glasfaserausbau. Bei der Durchführung sind viele verschiedene Akteure beteiligt: Planer, Tiefbauer, Vermesser, Bauamt etc. Je besser diese untereinander kommunizieren, desto effizienter wird an der Baustelle gearbeitet.

Leider passiert es immer wieder, dass beispielsweise ein Tiefbauer den Kabelgraben bereits geschlossen hat, bevor der Vermesser das Kabel überhaupt eingemessen oder die Lage des Kabels als Bildmaterial festgehalten hat oder bevor ein Abrechner die geleistete Arbeit nachvollziehen und zur Auszahlung freigeben kann. Der Planer weiß ebenfalls nicht immer, an welcher Baustelle aktuell gearbeitet wird und wie der jeweilige Stand der Baumaßnahme ist. Und das ist nicht nur für uns als Auftraggeber schlecht, sondern auch für unsere Kunden, die dadurch im schlimmsten Fall längere Wartezeiten haben oder mit unnötigem Baulärm belästigt werden.

Eure Herausforderung

Entwickelt eine Lösung, in der sich alle Akteure schnell und effizient austauschen können. Im Fokus steht dabei der Planer, der dadurch mit allen Beteiligten kommunizieren kann. Es sollte z. B. möglich sein, eine Baustelle einzutragen und diese anschließend den jeweiligen Auftragnehmern zuzuweisen. Neben der Kommunikation ist der Austausch von Daten wünschenswert.

An jeder Baustelle sind mindestens folgende Akteure beteiligt:

  • Planer Westnetz
  • Tiefbauer
  • Baustellenkontrolle Westnetz
  • Vermesser (Dienstleister oder Westnetz)
  • Meist: Abrechner (Aufmaß und Leistungserfassung)
  • Eventuell: Ämter (z. B. Bauamt)

Punkte, über die ihr euch Gedanken machen könnt:

  • Jeder Akteur hat immer mehrere Baustellen an verschiedenen Orten, die er koordinieren muss. Überlegt, wie dies übersichtlich dargestellt werden kann (z. B. Karte, Liste, Geolocation etc.).
  • Habt immer im Kopf, dass die Nutzer nicht alle in der digitalen Welt zu Hause sind. Aus diesem Grund muss alles sehr einfach zu bedienen sein, um Akzeptanz zu schaffen.
  • Wie kann sichergestellt werden, dass auf der Plattform durchgeführte Aktionen archiviert und abgelegt sind, sodass ein Nachweis stattfinden kann?
  • Bedenkt, dass es unterschiedliche Endgeräte gibt. Deswegen sollte die Plattform bzw. App auf möglichst vielen Wegen und Endgeräten nutzbar sein.
  • Wie könnte die Plattform in Zukunft ausgebaut werden? Zum Beispiel als Dokumentation  vom Baufortschritt oder ähnliches?

Euer Arbeitsmaterial:

  • Prozessdarstellung zu einem üblichen Verlauf einer Baumaßnahme
  • Bilder von Baustellen
  • Dokumentation zu dem, was an die Partnerunternehmen an Unterlagen mitgeliefert wird.

👉 Download des Materials zur Westnetz Challenge als Zipdatei (ca. 4 MB)

Jury

Caroline Hoffmann has more than 15 years of utility-related business development experience in various roles and positions at RWE/innogy. After 5 years of early stage market development of RWE’s e-mobility business, Caroline joined in 2014 the founding team which designed and developed today’s innogy Innovation Hub - committed to drive gaming-changing ideas to evolve an innovation portfolio for innogy. Since 2016 she leads the external activities to systematically engage the innogy Innovation Hub with its key stakeholders in the global innovation ecosystem. Caroline has working experiences throughout Europe, the USA, China and West Africa and is a supervisory board member of a municipal utility. She loves to work in a highly dynamic and performance oriented international business.

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Dr. Ralf Wonnemann promovierte 1995 an der WWU Münster im Fachgebiet Anorganische Chemie. Nach Stationen in der pharmazeutischen Industrie bei Hoffmann-La Roche arbeitete er als Unternehmensberater für KPMG mit dem Schwerpunkt SAP Rollouts. 2001 wechselte er zu ista. Dort übernahm er ab 2004 die Abteilungsleitung SAP und wurde 2007 zum Bereichsleiter für IT Support und Betrieb von ista Deutschland. Seit 2011 verantwortet Ralf Wonnemann den Bereich Corporate IT Management für ista International.

 

Philipp Tüllmann ist als Head of Digital Transformation der Sparte „Grid & Infrastructure“ für die Digitalisierung des Netzgeschäfts der innogy SE verantwortlich. Nach seinem kaufmännischen Studium in Dortmund und Vancouver sowie einer kurzen Station im E.ON-Konzern, ist er seit 2012 für die heutige innogy im Einsatz. Bis 2017 war er als Projektleiter der innogy Consulting verantwortlich für Projekte in verschiedenen Funktionen des Konzerns, zuletzt insbesondere in den Bereichen Netzwirtschaft und/oder Digitalisierung.

Mit seinem Team treibt er seit Anfang 2017 die digitale Transformation in der Netzsparte voran. Hierbei liegt ein besonderes Augenmerk auf der Verknüpfung der verschiedenen deutschen und osteuropäischen Netzbetreiber der innogy Gruppe. Grundlage einer erfolgreichen Transformation ist eine ‚community‘, die gemeinsam die Chancen der Digitalisierung nutzen will.

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Dr. Stefan Nykamp ist Leiter des Innovationsmanagements bei der Westnetz GmbH, dem größten Verteilnetzbetreiber für Strom-/Gasnetze in Deutschland. Er studierte Wirtschaftsingenieurwesen und Energiewirtschaft (Münster/Aachen) und promovierte berufsbegleitend an der Universität Twente, Niederlande im Kontext von Smart Grids. Nach einigen Jahren der operativen Erfahrung und Leitung im Regionalgeschäft übernahm er Verantwortung bei Innovationsthemen im Allgemeinen und Speicher-/Sektorenkopplungsprojekten im Speziellen, immer mit dem Fokus auf die Energiewende und die Rolle der Verteilnetzbetreiber. Mit seinem Team kümmert er sich um alle Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten für die Westnetz. Er war zudem für den Aufbau neuer Einheiten (u.a. Digitalisierung) und Leitung von Change-/Leanmanagementprojekten verantwortlich.

 

Jochen Schein, Jahrgang 1961, kam 2003 als Projektleiter im Bereich Corporate Development der Essener Holding zu ista. Im Juni 2007 wurde ihm das Amt des Chief Operating Officer (COO) für ista Deutschland übertragen. Im Juli 2010 übernahm er die Position des COO von ista International.
Zuvor startete Jochen Schein seine Karriere 1998 bei einer internationalen Unternehmensberatung in München, nachdem er sein Studium des Wirtschafts-ingenieurwesens mit Schwerpunkt Informatik und Operations Research an der Universität Karlsruhe (TH) abgeschlossen hatte.

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Bewertungskriterien

Konzept / Idee

  • Wurde eine der Challenges aufgegriffen und sind die jeweiligen Vorgaben erfüllt?
  • Ist die Idee nach Realisierung relevant für die Zielgruppe und löst sie letztendlich eines der gestellten Probleme?
  • Kann der Endkunde die Idee ohne große Probleme nutzen oder müssen weitere Voraussetzungen erfüllt werden, damit dies möglich ist?
  • Wie groß wäre die Auswirkung des Produktes, sollte dies irgendwann Marktreife erreichen?
  • Ist die Idee mehrfach einsetzbar oder bietet sie diverse Anwendungsfälle?

Realisierung (Prototyp / Mockup)

  • Wurde das Arbeitsmaterial genutzt? Wurden weitere Quellen hinzugezogen?
  • Ist das Ergebnis benutzerfreundlich und könnte von der Zielgruppe direkt genutzt werden?
  • Gibt es einen funktionierenden Prototyp?
  • Wurden unterschiedliche / spannende / passende / außergewöhnliche / … Technologien eingesetzt?
  • Ist das Ergebnis mit Blick auf die Teamgröße gut?

Ergebnis (Präsentation / Demo)

  • Gab es eine funktionierende Demonstration und war diese ansprechend?
  • Wurde das realisierte Projekt verständlich erklärt?
  • Wie gut war die Präsentation, sowohl mit Blick auf den Vortragenden als auch die Gestaltung eventueller Folien?
  • Wurde die Zeit eingehalten?
  • Wurden die Fragen der Jury gut beantwortet?